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911-research.info | Prawda oder wie schnell die Wahrheit geopfert wird

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Zwischenfall im Golf von Tonkin

Am 2. August 1964 ereignete sich im Golf von Tonking ein Zwischenfall, der den uneingeschränkten Krieg gegen Nordvietnam nach sich zog. In dieser Nacht soll der US-Zerstörer Maddox von nordvietnamesischen Torpedobooten angegriffen worden sein. Gemäss offizieller Darstellung soll er sich auf einer Routinepatrouille befunden haben. Es gibt dagegen zwei Thesen, die der amerikanischen Darstellung diametral entgegenlaufen.

1.Der Zerstörer wurde zwar angegriffen, führte aber aggressive Manöver aus, alles andere als eine Routinepatrouille also. Dazu hielten die Medienkritiker Jeff Cohen und Norman Salomon folgendes fest:

Der US-Zerstörer Maddox befand sich am 2. August nicht auf einer Routinepatrouille. Er führte aggressive Manöver aus, die der Informationsbeschaffung dienten, parallel zu koordinierten Angriffen auf Nordvietnam durch die Südvietnamesische Marine und laotische Luftwaffe." 23

2.Der Angriff hat schlich nie stattgefunden. Und dies legt eine Aussage des Staffelkommandanten James Stockdale nahe, der an jenem Abend den Ort des angeblichen Gesehens überflogen hatte:

Ich hatte den besten Beobachtungsposten für alles was dort unten geschah ... unsere Zerstörer schossen auf Phantomziele. Da draussen gab es überhaupt keine Schnellboote. [...] Ich sah nur das dunkle Meer und eine Demonstration amerikanischer Feuerkraft." 24

Und Lyndon Johnson sagte im Jahre 1965 dazu:

Soviel ich weiss hat unsere Marine dort draussen auf Wale geschossen." 24

George Ball, damaliger Staatsekretär im Aussenministerium, sagte 1977 in einem Interview mit der BBC:

Die De Soto Patrouillen waren in erster Linie als Provokation gedacht. [...] Wenn der Zerstörer in Schwierigkeiten geraten sollte wäre das die benötigte Provokation." 25

Ob jetzt nun Version 1 oder 2 stimmt, oder alle beide. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal sehr anschaulich, wie durch bewusste Manipulation von Informationen oder deren Zurückhaltung, die öffentliche Meinung so stark beeinflusst werden kann, dass die Nation geeint in den Krieg zieht. Wahrscheinlich sind aber beide These war. Die Amerikaner wollten provozieren, damit es zu Aggressionen kommt, die dann als "Rechtfertigung" für einen Krieg gebraucht wurden. Doch als die Nordvietnamesen eben nicht anggriffen, erfanden die USA einfach ein paar Torpedoboote und belegten den Golf von Tonkin mit einem Teppich amerikanischer Machtdemonstration.

Was folgte war einer der "hässlichsten" Kriege der Neuzeit. Insgesamt warfen die USA mehr Bomben auf Vietnam als in allen Kriegen weltweit zusammen. Pro Einwohner fielen den Vietnamesen mehrere Tonnen Bomben auf die Köpfe. Desweiteren wurden im Verlaufe des Krieges grosse Gebiete als sogenannte Kill Zones festgelegt. In diesen Gebieten hatten ALLE angehörigen der US–Streitkräfte das Recht auf ALLES zu schiessen und zu bomben was sich bewegte. Oftmals wurden Bauern auf ihren Feldern von Schützen aus Helikoptern zusammengeschossen oder Bodenstreitkräfte gingen direkt gegen Zivilisten vor. In diesen Gebieten kam es zu ungeheuren Flächenbombardements durch B52–Bomber oder verherenden Angriffen von Kampfbombern mit Napalm und Phospor.

Das Massaker von My Lai war leider nur eines unter vielen, aber wohl das am besten dokumentierte. Was man heute leider immer mehr vergisst ist, dass diese Massaker nicht die Taten von von durchgedrehten GIs waren, sondern vielmehr Teil der Strategie der USA! Amerika erkannte schon bald, dass dieser Krieg nicht so einfach zu gewinnen sein würde, da das "Einsickern" von Vietcong–Kämpfern aus dem Norden sich kaum wirksam unterbinden liess. Vorallem unter dem Gesichtspunkt, dass diese Kämpfer oft die Unterstützung oder zumindest Sympathien der südvietnamesischen Landbevölkerung hatten. Also mussten die USA, wenn sie denn den Krieg gewinnen wollten, den Rückhalt des Gegners im Volk brechen und dies wollten sie durch eine Strategie der Angst erreichen. Um diese Angst zu erreichen wurden beim geringsten Verdacht auf Unterstützung des Feindes ganze Dörfer mit Vergeltungsmassnahmen belegt. Es gabe sogar ganze Operationen an Vegeltung in bestimmten Gebieten. Und in eben diesem Zusammenhang fand das Massaker von My Lai statt. Es war ein Teil einer grossen Aktion gegen die Unterstützung des Vietcong in der ländlichen Bevölkerung. Neben My Lai fanden noch dutzende weitere Vergeltungsmassnahmen gegen Dörfer statt. Wovon die meisten einfach weniger bis gar keine mediale Beachtung bekamen. Nur heisst das nicht, dass diese Taten nicht geschehen sind. Amerika betrieb eine grosse Propaganda, um solche "Zwischenfälle" als Einzelereignisse von "unter hohem phsychischen Stress" stehenden GIs abzutun. Und sie hatten grossen Erfolg damit.

An error does not become truth by reason of multiplied propagation, nor does truth become error because nobody sees it."
Mohandas Karamchand Gandhi (Mahatma Gandhi) (Source)
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