Auch in diesem Zusammenhang gibt es Hinweise, die auf eine gewisse Komplizenschaft auf Regierungsebene hindeuteten. Am 7. Mai 1915 versenkte ein deutsches U-Boot die Lusitania vor der Südküste Irlands. Es sei angemerkt, dass dies ein britisches Schiff war und somit ein potenzielles Angriffsziel für deutsche U-Boote darstellte. Trotzdem weigerte sich Präsident Wilson vor dem Kongress eine Warnung für Amerikaner zu Reisen auf britischen Schiffen auszusprechen.
Die USA traten zwar nicht sofort in den Krieg ein , doch nach der Versenkung der Lusitania änderte sich die Stimmung im Lande zu dieser Frage." 14
Weitere Untersuchungen zu diesem Zwischenfall brachten folgendes ans Licht und ich möchte dies zusammenfassend wiedergeben.15
Nach dieser Quelle wusste die britische Admiralität, dass die deutsche Marine ihre U-Boote über die Route des Schiffes infromierte. Ausserdem hat dieses U-Boot wenige Tage zuvor zwei Schiffe versenkt, die in dieser Region opertierten. Es ist nicht bekannt, dass die Besatzung der Lusitania gewarnt worden wäre. Auch wurde keine Eskorte ausgeschickt oder irgendein Zerstörer beauftragt das U-Boot zu jagen. Tatsächlich gab es keine wirksame Massnahme, die zum Schutz des Schiffes veranlasst worden wäre.
Daraus folgerte Beesley:
Solange uns keine anders lautenden Informationen vorliegen, neige ich zögernd zu der Schlussfolgerung: Hier lag eine Verschwörung vor ... in der Hoffnung selbst ein erfolgloser Angriff auf das Schiff werde die USA zum Kriegseintritt bewegen. Eine solche Verschwörung hätte nie ohne Winston Churchills ausdrückliche Erlaubnis und Zustimmung ins Werk umgesetzt werden können." 17