Der Zündfunke zu diesem Krieg war die Versenkung der Maine im Hafen von Havanna, welche 206 Seeleute das Leben kostete und den USA den Vowand gab gegen Spanien Krieg zu führen. Da das Schiff in spanischen Hoheitsgewässern lag, waren auch diese für die Sicherheit verantwortlich. In den Medien wurde die Schuld sofort den Spaniern zugeschoben. Besonderes Augenmerk sollte man in diesem Zusammenhang auf eine Arbeit des Historikers Jerald A. Cromb richten, der sich auf seinen Kollegen Phillip S. Foner bezog:
Foner stellte die These auf die Rebellen [kämpfen für die Unabghängigkeit Kubas von Spanien] seien Gegner einer amerikanischen Intervention gewesen ... [Präsident William] Mc Kinley intervenierte nicht, um ihnen zu Hilfe zu kommen, sondern um den amerikanischen Machtbereich auszudehnen. [...] Den Krieg wollte er von Anfang an zu Eroberung der Philippinen nutzen, und die Erklärungsfrist im Ultimatum [an Spanien] wurde für die militärischen Vorbereitungen gebraucht. Als alles bereit war schickte man die Maine nach Havanna, um für ein Ereignis zu sorgen, das zur Rechtfertigung des Krieges gebraucht wurde." 11
Abschliessend gilt festzuhalten, dass Unterschuchungen der US Navy von 1976 ergaben, dass die Explosion
selbstverursacht war- vermutlich als Ergebnis eines Feuers im Kohlebunker." 13
Ob nun innere oder äussere Explosion, eine Schuld Spaniens konnte nie bewiesen werden. Und Amerika holte sich Kuba, die Pilippinen, Puerto Rico und Guam.